(vk) Im gut gefüllten Saal der Jabachhalle fand auch in diesem Jahr die Gratulation zu Ehren der amtierenden Tollitäten Prinz Peter III., Bauer Heribert und Jungfrau Yvonne statt. Da viele die Möglichkeit zur Reservierung nutzten, blieben nur wenige Plätze für Spontanbesucher frei, die auch in kürzester Zeit vergeben waren.

Der Vorsitzende des Vereinskomitees Lohmar, Hansel Fingerhuth, hatte ein abwechslungsreiches Programm aus lokalen und angereisten Kräften zusammengestellt.

Den Anfang machten die drei Kinderkorps KAZI Kinderfünkchen, Aggermeute und Schiffermädchen und -jungs, die dieses Jahr stolz mit den Tollitäten einmarschieren durften und abwechselnd ihre Tänze zu Ehren des Dreigestirns zeigten. Eine besondere Überraschung für Jungfrau Yvonne folgte auf dem Fuße: Ohne ihr Wissen hatte sich ihre Brauchtumsgruppe „Fidele Kölsche“ – sie spielt hier aktiv Querflöte – ins Programm nehmen lassen. Die Darstellung Kölner Originale in Verbindung mit kölschem Liedgut brachte das Publikum zum Toben.

Die nachfolgenden Rheinlandsterne brachten den Saal erneut zum Toben. Die EVD Tanzflöhe und unmittelbar danach der Spielmannszug Neppeser Naaksühle brachten ebenfalls eine tolle Stimmung in den Saal.

Das Vereinskomitee hatte neue Hemden mit der gestickten Silhouette von Lohmar herstellen lassen. Das erste erhielt standesgemäß der Bürgermeister Lohmars Horst Krybus, der durch den herzlichen Applaus des Publikums quasi gezwungen wurde, dieses noch auf der Bühne anzuziehen.

Der Mundartverein „Sach hür ens“ stellte zwei Programmpunkte: Zilli un Mattes und  Zwei Fründinne zündeten in ihren Zwiegesprächen ein Feuerwerk an Gags. Dazwischen brillierte die KG Schladern mit mehreren Tanzgruppen und ihren flotten, interessanten Darbietungen.

Das Highlight des Programms war die Verleihung der Lühmere Muhr. Auf der Mitgliedervollversammlung im Oktober 2017 wurde in Abwesenheit des Vorsitzenden des Vereinkomitees von den anwesenden Vereinen beschlossen, die Präsidentin der DKG 2. Plöck, Uli Fingerhuth, in diesem Jahr auszuzeichnen. Geheimhaltung war also das A und O, und es hatte geklappt! Als ihre Plöckschwester die Laudatio hielt, erkannte sich die Vollblutkarnevalistin Uli Fingerhuth in den Ausführungen wieder und kämpfte mit den Tränen. Ihr Mann Hansel geleitete sie nach vorne und bat den  gemeinsamen Sohn Benjamin zur Ordensüberreichung. Sichtlich gerührt nahm Uli Fingerhuth die Ehrung entgegen.

Ihren ersten Lohmarer Auftritt hatte Diethelm Kann, Wirt des Jägerhofs, mit seinen Freunden von der ersten Bonner Hunnenhorde „Herren der Pferde“. Mit abgesprochenen Lichteffekten, ihrer eigenen eindrucksvollen Präsentation und dem Tanz der Sklavinnen konnten sie die Zuschauer begeistern.

Zum großen Finale kamen die KAZI Funken „Rut-Wiess“ auf die Bühne und brachten die befreundete Schloß-Garde Mons Tabor aus Montabaur inklusive eigenem Dreigestirn und Kinderprinzessin mit.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung!

Ein großer Dank geht an alle Unterstützer und Helfer der Veranstaltung, insbesondere an die Rheinpiraten Wesseling, die die Verpflegung übernommen hatten. BILDER

 

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